Biographisches Theater

29. April bis 1. Mai 2022
Landesakademie für Jugendbildung (Weil der Stadt)

Realität und Fiktion

Inhalte

Biographisches Theater, ein an den Spieler/innen und deren Lebenswelt orientierter Theateransatz, wird in der theaterpädagogischen Arbeit immer häufiger eingesetzt. In einem biographischen Theaterprojekt werden die Spieler/innen angeregt, sich mit ihrer Herkunft und Lebensgeschichte, aber auch mit ihrer gegenwärtigen Befindlichkeit und ihrer möglichen Zukunft auseinanderzusetzen. Authentische Erfahrungen und individuelle Erlebnisse werden im Spiel und für das Spiel ästhetisiert und mit dem Ensemble theaterkünstlerisch transformiert. Inszeniert und aufgeführt wird also keine Autobiographie, sondern eine gemeinsam konstruierte kollektive Biographie.

Wie biographische Theaterarbeit gestaltet werden kann, vor welche Herausforderungen sie ein Ensemble stellt und welche Chancen sie für die Spieler/innen bieten kann, wird in diesem Seminar am Beispiel eigenen biographischen Arbeitens kritisch reflektiert.

Die Teilnehmer/innen lernen,

  • eigene Erlebnisse zur Grundlage kreativer künstlerischer Gestaltungsprozesse zu machen,
  • mit der Identität und dem Kontrast von Schauspieler/in und Figur, von Realität und Fiktion zu spielen,
  • in der theatralen Auseinandersetzung mit biographischem Material zu einer authentischen Spiel- und Ausdrucksweise zu finden,
  • biographische Proben- und Inszenierungsarbeit achtsam anzuleiten und zu begleiten.
Zielgruppe

Das Seminar ist konzipiert für angehende und bereits im Beruf stehende Theaterpädagog/innen und Theaterlehrer/innen, Menschen aus pädagogischen Berufen, die in ihrer Praxis auch theaterpädagogisch arbeiten möchten, aber auch Menschen, die sich privat gerne mit Spiel und Theater beschäftigen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, erwartet wird aber die Bereitschaft, mit eigenen biographischen Erlebnissen theaterkünstlerisch in der Gruppe zu arbeiten.

Leitung

Anne Steiner

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